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Sonntag, 3. März 2013

Aus dem Redaktionsalltag: "Did you ask Kylie?"

Was bedeutet es, wenn man am Tag über 2000 Kalorien in Form von fettigen Buttercroissants, Schokolade, Latte Macchiato und Pasta zu sich nimmt und dabei auch noch ABnimmt? Ganz klar, frau hat Stress! Und so etwas passiert in einem Job "a million girls would kill for"? Tatsächlich!


Natürlich habe ich aus den Fehlern eines Frédéric Beigbeders gelernt, der in seinem Bestseller "39,90" schonungslos die Verlogenheit der oberflächlichen Werbewelt offen legte und dafür hochkantig aus der von ihm so zynisch durch den Textwolf gedrehten Branche flog. Ganz schön clever, der Monsieur Beigbeder, hatte er sich doch mit seiner Schreiberei längst ein zweites Standbein aufgebaut! Und so ist es heute mal an mir, Euch einen kleine Einblick in den Traumjob "Redakteurin bei einem Frauenmagazin" zu gewähren, der- da bin ich vorsichtiger als mein französischer Vorreiter- schon etwas zurückliegt. Sollte sich doch jemand angesprochen fühlen... hey, ich bin Autorin, und das hier ist doch alles fiktiv, oder?

Prolog
Als ich die Heiligen Hallen betrat, war mein erster Gedanke: "Ich hab's geschafft!" Okay, es war nicht die VOGUE und auch nicht Paris, leider klackten auch nicht die Absätze von Manolos und Jimmy Choos auf dem Linoleumboden, und niemand stolzierte mit einer am Handgelenk baumelnden Birkin Bag an mir vorbei, aber so what! Ich durfte endlich schreiben, und zwar nicht für das Oberurseler Stadtmagazin, sondern im renommierten Ambiente für die Frauen von Welt. Was wollte ich denn mehr? Übermotiviert und vollgepackt mit kreativen Ideen nahm ich mir vor, das Blatt, für welches ich schreiben sollte, regelrecht zu revolutionieren. Ein bisschen mehr "Armani statt Alnatura" schwebte mir vor, denn wer träumt sich zwischen Bügelwäsche und Kindergeschrei nicht gern mal in Luxuswelten?

Tag 23
Frühstück: 2 Buttercroissants, Latte Macchiato
Mittagessen: Undefinierbares Pasta-Gericht aus der Kantine
Snack: Tafel Schokolade, Latte Macchiato
Abendessen; Schüssel Cornflakes mit Sojamilch
Stimmungslage: Bedrückt bis verzweifelt

"Was hat die Leserin davon", eine Frage, die mich bis in meine Tiefschlafphasen verfolgt. Bei der bedenklichen Häufung dieses barsch herausgeschleuderten Denkanstoßes seitens meiner Chefin bin ich mittlerweile so weit, mich gedanklich voller Ehrfurcht vor unseren Leserinnen als die neuen weiblichen Einsteins und Stephen Hawkings dieser Welt zu verneigen. Immerhin erwarten die Frauen von heute, wenn sie sich zwischen einem terminlastigen Job und der fordernden Familie schon mal die Zeit nehmen, ein Magazin in die Hand zu nehmen, scheinbar erstklassig bis in die kleinsten Winkel ausrecherchierte Beiträge, die anspruchsvoll unterhalten und lückenlos informieren. Shame on me, die ich manchmal gelangweilt in der Bahn sitzend selbst die Hochglanz-Magazine motivationslos durchblättere, ohne mir daraus etwas für's Leben mitzunehmen. 

So weit ist der Arbeitsauftrag also klar. Ich brainstorme erst mal ungehemmt vor mich hin. Was hat die Leserin davon, wenn ich ihr erzähle, dass Pony-Frisuren ein fulminantes Comeback erleben, Neon-Farben auf den Nägeln der letzte Schrei sind und die Celebrities sich jetzt alle statt (oder zusätzlich zu) Botox Eigenblut unter die Haut spritzen lassen? Fragen, an denen man verzweifeln kann, ist man erst mal in die Tiefen des eigentlichen Wortsinns unter praktischen Aspekten vorgestoßen. Letztendlich wird nämlich alles irgendwann auf seine absolute Nichtigkeit reduziert, und am Ende fällt mir kein reißerisches Thema mehr ein, welches die informationsverwöhnte Konsumentin unseres Blattes noch hinter dem Elektro-Ofen hervorlocken könnte. 


Immerhin, das Eigenblut-Thema ist zwar "irgendwie eklig", aber immerhin reißerisch genug mit aktuellem Aufhänger ("Hat denn nicht die Demi (Moore) ... ?"), um als erwähnungswürdig zu gelten- natürlich nur als maximaler Fünfzeiler in den News. Ist klar, also dann mal 'ran an die Tastatur. Nach der bestmöglichen Intensiv-Recherche, die das begrenzte Zeitfenster hergibt, nehme ich völlig überzeugt Abstand von dieser Methode zur Hautstraffung, bin aber durchaus motiviert, dem Leser die Behandlung möglichst nahe zu bringen. Als zusätzlichen Appetizer hole ich noch Angelina (Jolie) und Kylie (Minogue) mit ins Boot, denn einschlägiger Presse zufolge sollen diese Damen auch auf den Geschmack der blutlastigen Hautverjüngung gekommen sein. 

Ein empörter Anruf meiner Chefin lässt mein dem Feierabend entgegen fieberndes Herz kurzzeitig nervös flattern. Wo denn bitte die O-Töne blieben? Ob ich mit Demi's Arzt gesprochen und auch mal bei Kylie nachgefragt hätte? Ähhh, nein, leider hatte ich immer nur ihren schnuckeligen Model-Freund Andres (Velencoso) am Telefon... Hektisch reiße ich ein weiteres, in sicherer Reichweite liegendes Schokoladenpapierchen auf und gönne mir erst mal einige Stücke knusprigen Keksspaß, der deutlich besser verdaut wird, als mein heutiges Text-Fiasko. Ich zweifle, ob ich jemals auch nur einen zufriedenstellenden Buchstabenbrocken zustande bringen werde. 


Halb Sieben, Büroschluss! Ich packe meine sieben Sachen und halte es heute einfach mal mit Scarlett O'Hara aus "Vom Winde verweht": "Verschieben wir's doch einfach auf morgen!!

Sonntag, 12. August 2012

Der Fall Silvia Seidel

Neben all' den Shopping- und Beauty-Themen schmuggelt sich nun schon mein zweiter 'Silvia Seidel'-Post auf meinen Blog! Ein sicherlich skurril anmutender Themen-Mix, aber das Schicksal der zarten Schauspielerin, die einst so bewundert und gefeiert wurde (auch von mir), hat mich tief bewegt. 


Vielleicht, weil ich hier nicht nur einen traurigen Einzelfall erkennen kann, sondern einige 'Untugenden' wiederfinde, die sich leider viel zu oft in das Leben schleichen und welche mir selbst tagtäglich begegnen: Ignoranz und Doppelmoral, gepaart mit heuchlerischer Anteilnahme.

Im Zeitalter von Facebook, wo 'Freunde' gesammelt werden wie die Kamelle zu Karneval, wo virtuelle Chats reale Begegnungen ersetzen und wo bereits junge Mädchen ihre Probleme lieber in anonymen Online-Foren besprechen, als sich ihrer Familie oder engen Freunden anzuvertrauen, scheint es immer schwieriger zu werden, echte Beziehungen mit Substanz und Tiefe aufzubauen. 

'Masse statt Klasse', das scheint das Prinzip der Neuzeit zu sein, und echte Herzensbindungen werden durch oberflächliche Kontakte ersetzt, die gerade in Krisenfällen keinen Bestand mehr zu haben scheinen.

Im Fall Silvia Seidel, die sich in ihrer Biografie 'Anna und Ich' als schüchternes Mädchen, die eher kontaktscheu war und auch in der Schule nur schwer Anschluss fand, beschrieb, ist der hohe Fall von der mit Aufmerksamkeit überhäuften Film-Ballerina Anna zur unbemerkten Theater-Schauspielerin besonders tragisch. Zu viel Bewunderung, die eine nach Liebe dürstende Seele möglicherweise zu gierig aufgesogen hat, ohne zu erkennen, dass mit dem Schwinden der Popularität auch die Anerkennung und die vielen plötzlich geschlossenen 'Freundschaften' verblassen.


Dass Seidels engste Vertraute zuletzt ihre Kneipenwirtin war, bei der sie regelmäßig ihren Kummer mit Bier und Schnaps zu ertränken versuchte, ist bezeichnend. Dass weder ihr langjähriger Lebenspartner, der sich angeblich wegen ihren Depressionen von ihr trennte, noch Filmpartner wie Patrick Bach oder Kollegen wie Justus Pfaue (Drehbuchautor und Erfinder von 'Anna') auf ihrer Beerdigung erschienen, ist erschreckend. Immerhin machte sich gerade der mittlerweile 70-jährige Pfaue scheinbar schwere Vorwürfe und klagte bei der B.Z.: "Jemand hätte fragen sollen, wie es ihr geht. Dafür schäme ich mich heute: Dieser Jemand hätte ich sein können." Für einen kurzen Besuch bei ihrer Grabstätte reichten die Selbstvorwürfe wohl aber doch nicht aus.

Und so wurde in einer gerade mal zwölfminütigen Trauerfeier im Kreise von acht (!) Anwesenden der  tragisch und viel zu früh verstorbenen Schauspielerin gedacht. Ein armseliges Ende für einen einst so hochgelobten Star, der die Kino-Kassen sicherlich ebenso gut gefüllt hat, wie die Kassen vieler Ballett-Studios und Tanzschulen.

Dienstag, 7. August 2012

Ausgetanzt : Silvia Seidel


Schockmeldung: Silvia Seidel ist tot!


Das Münchner Mädel mit dem scheuen Blick war das Idol meiner Jugend! Und jetzt ereilte sie doch tatsächlich mit gerade mal 42 Jahren das Schicksal von so vielen erst überschwenglich gefeierten und dann bitter fallen gelassenen Prominenten: Sie starb einsam in ihrer Wohnung im Münchner Glockenbachviertel, neben sich einen Abschiedsbrief! Sorgen um die sensible Schauspielerin schien sich lediglich die Wirtin ihrer Stammkneipe zu machen, die letztendlich auch die Polizei verständigte.

Was treibt eine junge, einst so gefeierte Frau in den Selbstmord? War es der frühe Ruhm, den sie nie richtig verkraftet hat, an den sie aber auch später nicht mehr anknüpfen konnte. Waren es Geldsorgen, von denen 'enge Freunde' der Schauspielerin jetzt berichten, oder ließ vielleicht sogar Liebeskummer die zierliche Blondine den Freitod wählen? 

"Zu zart für diese Welt", so titelte Süddeutsche.de heute, und auch wenn Spekulationen um einen finanziellen Ruin oder ein dramatisches Liebes-Aus (mit Autor Patrick McGinley) durchaus plakativ klingen, scheint das Leben selbst der größte Feind von Silvia Seidel gewesen zu sein.

Als sie mit gerade mal 17 Jahren für die Weihnachtsserie 'Anna' gecastet wurde, war sie ein schüchternes, eher scheues und introvertiertes Mädchen, das seine Ausdrucksform im Tanz gefunden hatte. Auch nach dem großen Erfolg des Ballerina-Dramas mutierte sie nicht etwa zum überstylten Teeniestar mit rotzfrecher Attitüde, sondern blieb das 'nette Mädchen von Nebenan'.


Ein nettes Mädchen mit einer verletzbaren Seele: Ihre geliebte Mutter litt an schweren Depressionen und nahm sich 1992 das Leben. Das Ausschlachten dieses Schicksalsschlages als Titel-füllende Schlagzeile konnte die zerbrechliche Silvia ebenso wenig verkraften, wie die ständigen Bericht-Erstattungen über ihren Karriere-Absturz.

Silvia liebte die Schauspielerei, aber die hasste das 'Zur Schau Stellen' in der Öffentlichkeit. In der unberechenbaren Filmbranche, wo man heute hoch gelobt und morgen schon wieder abgeschrieben sein kann, wo schnell Freundschaften geschlossen werden, die aber auf die Dauer keinen Bestand und keine Tiefe haben, fühlte sie sich nie richtig zu Hause. Geplagt von Ängsten und Selbstzweifeln zog sie sich immer mehr zurück.

Diese durch den plötzlichen Tod wieder auflodernde Begeisterung für die herzige 'Anna' erscheint mir beinahe skurril. 'R.I.P Silvia Seidel'-Fanpages überfluten das Internet, und auf einmal scheint sich jeder wieder an den sympatischen Jugendstar zu erinnern, der in den letzten Jahren einsam umd verzweifelt um Rollen kämpfte.

Silvia Seidel hinterlässt keine eigene Familie, weder einen Lebenspartner, noch eigene Kinder, aber hoffentlich gibt es viele Menschen, die ihr auch nach dem Tod noch in ewiger Liebe verbunden bleiben werden.

Freitag, 3. August 2012

Strike a pose... VOGUE!

They had style, they had grace...

Trage ich Madonnas Message mal zusammen und assoziiere des Weiteren frei, so tragen alle VOGUE-Ladies die schwere Bürde, das Hochglanz-Magazin auch als Stil-Ikone würdig zu vertreten. Gemeint sind die Aushängeschilder par excellence, auch Chef-Redakteurinnen genannt, die in mühevoller Detailarbeit jeden Monat auf's Neue alle relevanten Trends zusammentragen, um unser Mode-Bewußtsein weiter zu schärfen und uns zum Träumen zu bringen.


Ladies with an attitude sind allerdings in der Riege der insgesamt 18 'Editors in Chief' rein augenscheinlich betrachtet nur die Wenigsten. Über Anna Wintour, die amerikanische Gallionsfigur im VOGUE-Luxusdampfer, müssen wir eigentlich gar nicht mehr reden. Spätestens seit  der Verfilmung des Top-Sellers The devil wears Prada von Candace Bushnell wissen wir, dass die Dame neben eiserner Disziplin und Erbarmungslosigkeit auch eine unanfechtbare Stilsicherheit besitzt. 

Mir persönlich sind die strenge, betonfest sitzende Pony-Bob-Frisur und ihre Vorliebe für Pastelltöne und Blümchenkleider zwar manchmal etwas zu eintönig, aber ein Händchen für ausgefallene Mäntel hat sie allemal.

Anna Wintour

Die am zweithäufigsten im VOGUE-Kontext genannte Chefredakteurin Emmanuelle Alt von der VOGUE Paris besticht durch ganz unangestrengt wirkende und bequeme Looks. Hier wünschte ich mir manchmal den Hauch Sexiness und Eleganz von Carine Roitfeld zurück. Denn schwarze Spitze, Leo-Prints und Overknees würden sicherlich auch an Madame Alt ganz bezaubernd aussehen. Aber natürlich hat die bewährte Kombination aus Jeans, Blazer bzw. locker sitzendendem Herrenhemd und schwarzen Pumps auch ihren ganz eigenen Charme. 

Emmanuelle Alt

Der schrillste Paradiesvogel der Branche muß sich über zu wenig Aufmerksamkeit nicht beklagen. Anna dello Russo von der japanischen VOGUE zieht mit ihren extravaganten Outfits wirklich alle Blicke auf sich. Als ausgetüftelte Marketing-Strategie für ausreichende Publicity perfekt, aber als Stil-Ikone spricht sie wohl nur einen ganz erlesenen Teil der Leserschaft im Speziellen und der Bevölkerung im Allgemeinen an.

Anna dello Russo

Und was ist mit 'First Ladys' wie Franca Sozzani (Italien), Yolanda Sacristán (Spanien) oder Paula Mateus (Portugal)...? Scheinbar haben sie es nicht geschafft, in den freien VOGUE-Assoziationsfluß mit aufgenommen zu werden (was gerade im Fall von Paula Mateus mit ihrem klassisch-eleganten Style sehr schade ist)!

Aber wie schaut's denn bei uns in Deutschland aus? Chefredakteurin Christiane Arp, Typ 'die kühle Blonde aus dem Norden', besticht durch gezieltes Understatement und erscheint in der Regel mit reduziertem Make-Up, straff zurückgebundenem Haar und schlichter Garderobe mit viel Schwarz. Was ja durchaus bedeuten könnte, dass die Business-Frau ganz einfach mehr Zeit für Inhalte als für die äußere Form verwendet.

Christiane Arp

Was lernen wir aus meinem kleinen und natürlich völlig subjektiv zusammengegestellten Style-Check? Die VOGUE-Editors nehmen sich mal mehr, mal weniger Raum für eine aufwendige Inszenierung als modische Inpirationsquelle und verblüffen nicht selten durch völlig unangestrengte bis hin zu grenzwertig gestalteten Kombinationen.

Letztendlich muss ich gestehen dass ich es ganz beruhigend finde, dass sogar die Fashion-Profis sich nicht willenlos dem Modediktat unterwerfen und ihren persönlichen Stil keinesfalls dafür opfern, die aktuellen Trends spazieren zu tragen oder wahllos alle angesagten Luxus-Labels zusammen zu würfeln. In diesem Sinne lautet meine Message: Mode mit Persönlichkeit zu tragen ist der wohl einzige Trend, der niemals aus der Mode kommt!

(Bilder: Getty Images)

Dienstag, 24. April 2012

Wer schreibt, der bleibt

-Kolumne-
Was veranlasst jemanden dazu, Vergangenes, Erlebtes, Gedachtes, Gewünschtes oder Erträumtes zu Papier zu bringen und dann durch ein paar Tastenschläge sogar potenziell mit der ganzen Welt zu teilen? Ein nah an der Grenze zur Profilneurose schwehlendes Mitteilungsbedürfnis oder vielleicht sogar der vermessene Wunsch nach Unsterblichkeit, getreu dem Motto 'Wer scheibt, der bleibt'? Bei mir ist es auf den ersten Blick erst mal ganz simpel, denn ich folge einem inneren Drang, der mir so natürlich erscheint, wie meine banale Existenzsicherung durch ausreichendes Essen und genügend Schlaf. 

Schreiben ist mein zuverlässiges Ventil, um Gedanken zu ordnen, Erlebnisse zu verarbeiten und Sehnsüchten oder Phantasien einen unbegrenzten Raum geben zu können. Immerhin darf man heutzutage nur noch wenig, muss sich an unzählige und oft widersinnige Vorschriften, Reglementierungen und moralische Grundsätze halten, aber -wenn schon nicht alles tun- so darf man doch wenigstens alles SCHREIBEN! Und sei es auch nur ganz für sich allein in sein geheimes Tagebuch oder (in meinem Fall) leere Word-Dokumente.


Schreiben als Bewältigungsstrategie, das erscheint erstmal nicht neu und schon gar nicht besorgniserregend. Auch wenn hier tatsächlich äußerst beunruhigende Gedankengänge zum Ausdruck kommen können. Aber mit welcher Intention richtet ein Schreiber sich an ein Publikum, das ja in der Regel auch willkürlich ist. Will er aufklären, aufrütteln, die Welt verbessern oder einfach nur unterhalten? Klar ist, wer etwas veröffentlicht, hat einer großen Masse etwas mitzuteilen. 

Und möchte, so vermuten nicht nur Freudianer ganz zu Recht, auch etwas zurückbekommen: Aufmerksamkeit, Anerkennung, Lob, vielleicht auch einfach nur eine kritische Auseinandersetzung mit dem Werk. Eine Veröffentlichung der eigenen Schrift setzt immer ein 'In Kontakt-Treten' mit Menschen in Gang, die reflektieren, was man selber geleistet hat. Und da jedes Schriftstück auch etwas über den Schreiber offenbart, erfährt der Autor durch das Feedback der Anderen wiederum etwas über sich selbst. 


Einer Veröffentlichung wohnt immer eine gewisse Eitelkeit inne, denn jeder Verfasser wünscht sich einen Austausch und nicht selten auch eine Bestätigung vom lesenden Publikum. Dieses Prinzip gilt übrigens für gewichtige Werke der sogenannten 'hohen Literatur' bis hin zum beiläufig geschriebenen Blog-Post über den letzten Parfümerie-Einkauf. Ich ertappe mich selber oft genug dabei, dass ich den Wert eines Beitrages an der Anzahl der Kommentare festmachen will. Und reiche ich einen Text ein, lasse ich ihn mindestens von zwei bis drei Leuten zur Probe lesen. Kritik an Orthographie oder Intepunktion kann ich gut verschmerzen, aber bei inhaltlichen Fehlermeldungen bin ich oft zutiefst gekränkt.

Und somit leitet sich für mich eine ganz einfache Regel ab: Ein guter Schriftsteller ist authentisch, echt und lässt sich nicht von irreführender Eitelkeit blenden. Er sucht den Kontakt und lässt konstruktive Kritik zu, aber er richtet sein Schreiben nicht danach. In diesen Sinne habe ich wohl noch nicht ausgelernt, aber immerhin ein hehres Ziel vor Augen. 

Für Kritiker zu schreiben lohnt sich nicht, wie es sich nicht lohnt, denjenigen Blumen riechen zu lassen, der einen Schnupfen hat.

Anton Tschechow

Sonntag, 8. April 2012

Eierlust und Osterfrust?

Ostern ist ein Fest der großen Erwartungen! Und nur Wenige denken dabei an die Auferstehung des Gottessohnes. Ich verbinde das Osterfest beispielsweise mit ganz banalen Alltagsszenen einer bilderbuchhaften Familien-Idylle: Das üppige Frühstück im Garten, natürlich mit vielen bunt gefärbten Eiern, die idealerweise noch kurz zuvor in fiebrigem Eifer gesucht wurden, ein frisch gebackener Hefezopf, spielende Kinder in hübschen Sonntagskleidchen. Ostern, das Fest vollkommener Harmonie?


Mehr Frieden und Stabilität wünschte sich der Papst bei der diesjährigen Ostermesse. Und, ganz ehrlich, meine Sehnsüchte als normaler Weltenbürger sind viel schlichter, gehen aber immerhin über das oft halbherzige Mantra 'Jeden Tag eine gute Tat' hinaus.

Für mich fängt Frieden und Harmonie nämlich erst mal bei einem selbst an- ganz für sich sein und in sich und mit selber zufrieden sein, das ist der entscheidende kleine Beitrag des Einzelnen für eine ganz große Sache: Den Weltfrieden! Oft belächelt und niemals erreicht, und zwar ganz einfach deshalb, weil kaum ein Mensch mit sich selbst im Einklang ist. Es wir verglichen, gezweifelt, beneidet, in der Konsequenz dann gemobbt, gelogen, betrogen oder zerstört (sich selbst oder andere). 


Nun lautet meine Mission natürlich nicht, die Welt zu retten. Schon gar nicht an Ostern, denn die ganzen Schoko-Hasen und Cholesterin-Bömbchen, auch Ostereier genannt, müssen erst mal in aller Ruhe verdaut werden, und da bleibt wenig Energie für sinnvollere Dinge.

Aber zumindest wäre Ostern (eigentlich aber auch jeder andere Tag) doch mal eine gute Gelegenheit, über sich selber und seinen Stand im Leben nachzudenken. Und da die Osterzeit ja gute 50 Tage, also bis Pfingsten, dauert, darf man sich dabei auch viel Zeit lassen.

Was dabei zählt, ist erst mal die eigene Freude am Leben und die Kunst, mit sich selber im Einklang zu sein. Hier geht es nicht darum, Perfektion zu erlangen, denn diese wäre zu vollkommen, um menschlich zu sein. Aber ein paar Schritte in diese Richtung in Angriff zu nehmen ist schon mal ein guter Anfang!


Was hindert und daran, uns selber anzunehmen, wie wir sind, und was fehlt uns zu unserem Lebensglück? Der gängige Frühjahrsputz darf hier auch mal wörtlich genommen werden: Alles, was belastet, wird einfach gnadenlos ausgemistet. Nicht immer einfach, aber auf jeden Fall befreiend!

 Und mit einem Stückchen mehr Selbstbewußtsein und Lebensfreude ist die gerade zu Ostern angestrebte Harmonie doch schon gar nicht mehr so weit entfernt.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen FROHE OSTERN!

(Bildquelle: impressionen.de)

Mittwoch, 7. März 2012

Pariser Fashion Week: Best and Worst Dressed

Sie haben das Geld für Luxus-Klamotten und persönliche Stylingberater, werden von den angesagtesten Designern großzügig mit den neuesten Kollektionsteilen versorgt- das sollte als Garantie für einen stilvollen Look eigentlich ausreichen. Dennoch greifen viele Celebrities bei offiziellen Events oft mit einer erschreckenden Zielsicherheit daneben und leisten sich unverzeihliche Fashion-Fauxpas wie falsche Passformen, gruselige Kombinationen oder peinliche Transparent-Looks.

Meine persönlichen Mode-Highlights lieferte bei der diesjährigen Pariser Fashion Week Model und DJane Leigh Lezark ab: Schlicht gehaltene, stimmige Outfits in klaren Kontrastfarben, tolle Schuhe und immer ein zu den verschiedenen Looks passendes Make-Up.




Die Fashion-Fails aufzuspüren, war deutlich einfacher, denn offensichtlich haben einige Promi's darauf verzichtet, ihre Styling-Entourage mit nach Paris einfliegen zu lassen. Sarah Jessica Parker liess sich bei Louis Vuittons Fashion Show im transparenten Spitzenblüschen plus schwarzem BH und mit auftoupierter Big Hair-Frisur blicken. Soul-Sängerin Alicia Keys erschien bei 'Chanel' in weiten Marlenehosen und einer schimmernden ärmellosen Weste im Smoking-Stil, was ihre kräftige Figur nicht gerade vorteilhaft betonte. Über den plakativen Kopfschmuck müssen wir erst gar nicht reden. 

Aber keine konnte meine persönliche Worst Dressed-Ikone Anna dello Russo übertreffen: Mensch Anna, als Moderedakteurin bei der VOGUE müsstest Du doch eigentlich wissen, dass es nicht immer vorteilhaft ist, um jeden Preis aufzufallen... Zuviel ist meistens einfach 'zuviel'!





(Bilder: gettyimages.de)

Dienstag, 6. März 2012

My Fashion Week Diary

Forget Paris! Das gilt nicht für mich, denn während ich die Fashion Weeks in New York, London und Mailand noch ganz entspannt und gemütlich von der Ferne aus beobachten konnte, bekomme ich bei den Catwalk-Fotos aus Paris richtiges Fernweh, gepaart mit dem brennenden Wunsch, mich mit Anna Wintour über die neueste Kollektion von Stella McCartney auszutauschen. 

Fashion Week Paris: YSL

 Vorausgesetzt natürlich, ich würde es schaffen, dass die Mode-Ikone mir einen gnädigen Blick hinter den getönten Brillengläsern zuwirft. Unwahrscheinlich? Naja, dann würde ich mich zumindest bis zur Front Row vorkämpfen und fleißig Bilder schießen, denn 'live' betrachtet haben vielleicht sogar die figurfeindlichen Entwürfe in Knallfarben von Comme des Garçons das gewisse Etwas. 

Immerhin habe ich mir den größten Kummer erspart, denn mein Lieblingslabel Chanel hat mit seinen futuristisch angehauchten Looks nicht unbedingt meinen Geschmack getroffen, und wäre ich direkt dabei gewesen, hätte ich diesen Schock wahrscheinlich noch viel schlechter verkraftet. Wo bleiben denn bitte die hübschen Kostümchen und Bouclé-Jäckchen, inspired by Coco?

Fashion Week Paris: Chanel

Bleiben wir mal bei den Highlights. Bei der Ballett inspirierten Kollektion von Dior wäre ich wahrscheinlich in einen völlig unangebrachten Jubel der Begeisterung verfallen, und die Fell-Sandaletten von Viktor & Rolf hätte ich den Models glatt von den Füssen weggerissen. Immerhin wissen die gar nicht, wie DANKBAR sie sein können, denn bei den ganzen Schauen, die eine Catwalk-Beauty während einer Fashion Week so ablaufen muss, kann doch unmöglich noch eine echte Begeisterung für kleine Details aufgebracht werden. 

Fashion Week Paris: Dior

Vielleicht hätte ich auch Anna dello Russo von der Japanischen VOGUE dezent darauf hingewiesen, dass ihr Zebra-Mantel in Kombination mit dem flauschigen Pelz und dem fragwürdigen Polizeihut ein modischer Overkill ist.

Anna dello Russo

Wenn ich es so Recht bedenke, hätte ich mit meinem Auftritt in der französischen Fashion-Metropole erstens mit hoher Wahrscheinlichkeit viel zu viel Geld ausgegeben und zweitens für einige mittelschwere Katastrophen gesorgt, daher sollte ich vielleicht lieber in weniger turbulenten Zeiten meinen Vorrat an Macarons von Ladurée aufstocken und den edlen Boutiquen von Chanel, Dior & Co. einen zahlungsfreudigen Besuch abstatten. Forget Paris zu Fashion Week-Zeiten, das gilt aber sicherlich nur für eine Saison!

Fashion Week Paris: Viktor & Rolf


 (Bilder: gettyimages.de)

Freitag, 17. Februar 2012

Just taste, don't copy


Kennt ihr das noch aus Schulzeiten? In Mathe oder Physik jemanden abschreiben zu lassen, war überhaupt kein Problem- auch wenn das in meinem Fall meistens umgekehrt passiert ist. Aber meine geistigen Ergüsse im Deutsch-Aufsatz wollte ich eigentlich nur ungern mit anderen teilen. Falsche Eitelkeit? Stolz am falschen Platz? Egal- diese leidige Angewohnheit habe ich mir auch als Autorin und Bloggerin erhalten. Natürlich schiele auch ich immer mal wieder gern über den Tellerrand meiner kleinen 'Coquettessphäre' und lasse mich liebend gern von anderen inspirieren. Aber einfach mal dreist etwas von anderen zu kopieren ist für mich als überzeugte Schreiberin ein unausgesprochenes aber absolutes No-Go! 

Jeder hat schließlich seinen ganz eigenen Stil, lässt seine Persönlichkeit in seine Texte und Bilderauswahl miteinfließen, und da möchte ich auch gar nicht mitmischen. Mein oberstes Blogger-Gebot lautet daher: Just taste, don't copy! Ein bisschen überall herumprobieren? Warum nicht! Austausch ist wichtig, und schließlich sitzt hier niemand im Elfenbeinturm, sondern steht im realen Leben! Aber aus den gesammelten Informationen letztendlich etwas ganz Eigenes zu schaffen, ist doch die eigentliche Herausforderung und wahre Schreib'kunst'.

Dieses vorgezogene 'Wort zum Sonntag' hat mich aus gegebenem Anlass nicht mehr losgelassen, also hab' ich gemacht, was ich immer tue: Darüber schreiben!

Dienstag, 14. Februar 2012

Valentine's Day

Machen wir uns nichts vor. Ein Valentinstag im Sommer wäre bedeutend schöner, denn da könnte man mit dem Liebsten einfach ganz spontan zum nächsten Badesee fahren, inklusive Kuscheldecke und Picknickkorb.


Oder im Eiscafé einen großen Amarena-Becher für Zwei bestellen. Minusgrade lassen einen zwar automatisch näher zusammen rücken, aber der kälteabweisende Zwiebel-Look ist in Liebesdingen auch nicht gerade förderlich. Da ist es kein Wunder, dass ich heute von meinem Liebsten nur ein beherztes Valentins-Küsschen aufgedrückt bekommen habe. Mein heutiger Style unterscheidet sich nämlich nur gerinfügig von den Thermo-Outfits der vergangenen Tage: Zwei langärmlige T-Shirts, Wollpullover, blickdichte Strumpfhosen und Bootcut Jeans, dazu gefütterte Stiefel und für draussen noch eine dicke Daunenjacke, Schal und Handschuhe- sexy ist anders!

Kleid: Red Valentino, Pumps: Christian Louboutin, via net-a-porter.com

Aber davon mal abgesehen, empfinden mein Freund und ich uns auch nicht als Opfer eines willkürlich eingeführten und kommerziell ausgeschlachteten 'Pärchentages', an dem man wie von Sinnen kitschige Plüschherzen, 'Ohne Dich ist alles doof'-Postkarten oder Kuschelbärchen kaufen muss. Zumindest dachte ich das! Spätestens als meine Freundin mir aber mit überschwenglicher Freude am Telefon von dem üppigen Rosenstrauss am Frühstückstisch erzählte, und meine Nachbarin beim kurzen Plausch im Treppenhaus verdächtig auffällig an ihrer Herzchenkette spielte, fühlte ich mich schlagartig furchtbar benachteiligt und randgruppengefährdet. Vielleicht kennt ja jemand auch dieses Maibaum-Phänomen. Keiner braucht ihn, eine Zierde sind die dürren Ästchen, an denen bunte Papierfetzen hängen, ebenfalls nicht,  aber wer nicht wenigstens damit PRAHLEN kann, ist leider out.


Noch schlimmer muss dieser Tag für alle Singles sein, denn überall auf demonstrativ zur Schau getragene Verliebtheit zu stoßen, ist wahrlich bitter. Selbst, wer vorher noch ganz zufrieden mit seinem Leben war, bekommt nun an jeder Supermarktkasse vor Augen geführt, dass etwas ganz Entscheidendes fehlt: Ein lebendiges Gegenüber, an welches man all die bis über die Kitschgrenze hinaus ragenden Aufmerksamkeiten richten kann!

Gibt es also ein allgemeingültiges Rezept, um diesen von roten Herzchen und triefenden Liebesschwüren umflorten Tag möglichst unbeschadet zu überstehen? Es klingt banal, aber wer liebt und geliebt wird, hat bereits das größte Geschenk des Lebens erhalten. Und schon Dean Martin wusste: Everybody loves somebody sometime. Everybody falls in love somehow...


Seine Gefühle für einem anderen Menschen zu zelebrieren, kann eine schöne Geste sein. Dieses auf einen einzigen Tag zu beschränken, klingt allerdings eher nach einer lästigen Pflichterfüllung. Viel schöner ist es doch, dem geliebten Menschen immer mal wieder von Herzen etwas zu schenken, dass im Alltag vielleicht oft zu kurz kommt: Zärtlichkeit, Zeit für Gespräche und gemeinsame Unternehmungen oder eben auch mal kleine Wunsch-Erfüllungen.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Valentinstag!


Samstag, 4. Februar 2012

Die Angst vor dem weißen Blatt

Alle haben mit Ängsten zu kämpfen! Die einen fürchten sich vor Spinnen, andere vor hohen Brücken oder engen Fahrstühlen. Nachdem ich 'Psycho' gesehen hatte, konnte ich mindestens drei Tage lang nicht duschen, und nach 'The Ring' war ich zumindest skeptisch, den Fernseher einzuschalten. Allerdings habe ich vor allem mit einer noch viel spezielleren Angst zu kämpfen, die wahrscheinlich hauptsächlich bei der schreibenden Zunft vertreten ist: Der Angst vor dem weißen Blatt! Früher war es das unbeschriebene Blatt Papier, heute nennt es sich 'Word-Dokument'.


Dieser grelle, weiße Hintergrund überfordert mich schlichtweg, denn er will mit Sinnhaftem, Informativem oder zumindest Unterhaltsamem gefüllt werden. Und da geht's mir wie der ambitionierten Songwriterin Violet in Coyote Ugly, die papalysiert vor ihrem Mikrophon steht und lediglich vor ein paar leblosen Pappkameraden den ersten Ton herausbringen kann. Was ich anhand dieser zugegeben sehr freien Assoziationskette erklären möchte, ist die Panik eines Autors vor dem ersten Satz. Denn dieser entscheidet schließlich, wo es inhaltlich lang gehen soll und muss darüber hinaus noch die Aufgabe erfüllen, dem Leser 'Lust auf mehr' zu machen, ihn direkt zu fesseln und zum Weiterlesen zu animieren.

"Es war mal eine Prostituierte namens Maria."
 => Sex sells! Guter Einstieg, denn natürlich möchte jeder etwas Abgründiges aus Marias Leben erfahren.


"58,6 kg (schlittere mitten auf der Fettspur); Lover:1 (hurra!); Sex: 3-mal (hurra!); Kalorien: 2.100..."
 => Hier kommt sie, die Anti-Heldin, die mit viel Selbstironie durch die Fettnäpfchen ihres Lebens stapft und uns daran teilhaben lässt. Überflüssige Pfunde und die Suche nach gutem Sex- da erkennen wir uns doch wieder.


"Im 18. Jahrhundert lebte in Frankreich ein Mann, der zu den genialsten und abscheulichsten Gestalten dieser (..) Epoche gehörte."
=> Ein Blick in die grausamen Abgründe der menschlichen Seele. Das weckt Abscheu und Neugier zugleich, und natürlich siegt in der Regel das Letztere. 


Das Verblüffende an der ganzen Sache ist, sobald man den ersten Satz mühsam zusammengebastelt hat, ist die erste Blockade auf einmal wie weggezaubert, und der Rest schreibt sich scheinbar wie von selbst. Allerdings verselbständigt sich nicht allzu selten der Verlauf meiner Texte so entschieden, dass sich etwas ganz Anderes und Neues daraus ergibt. Das mag zwar spannend sein- vor allem für mich- ist aber leider nicht immer zielführend. 

Hier kommen mir die in der Regel kürzer gehaltenen Blog-Texte zu Gute, denn da bin ich angehalten, mich auf den roten Faden (Fashion Week, ein neuer Nagellack oder die neueste Designer-Kollaboration mit H&M) zu konzentrieren. 'Blogging als Schreibschule', ich finde das einen sehr interessanten Ansatz, den man weiterverfolgen sollte.

Zu guter Letzt kommt noch der Abschlusssatz, der ähnliche Tücken wie der Einstieg bereit hält, denn immerhin setzt er den finalen Rahmen um das Textdokument: Ängste sind da, um sie zu überwinden. Aber sie können auch gezielt dafür eingesetzt werden, die eigenen Aufmerksamkeit zu schärfen!

(Bilder: amazon.de)

Freitag, 3. Februar 2012

Something about Fashion-Blogging

Als ich meinen Blog startete, wusste ich nicht genau, wohin mich dieses Projekt führen würde. Aber die Idee, eine Art virtuelle Visitenkarte ins Netz zu setzen, mit eigenen Ideen und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. schein mir erst mal sehr verlockend. Immerhin hatte ich in den Bereichen Fashion & Beauty durchaus etwas zu sagen- dachte ich.

Kurz nach dem Start meines Blogs rutschte ich jedoch ganz automatisch ein wenig tiefer in die sogenannte Szene hinein und stellte mit Erschrecken fest: Meine Idee, sich über den eigenen Style auszutauschen und die neuesten Einkäufe und Looks zu präsentieren, hatten tatsächlich erstaunlich viele Mädels. Und hier berichten nicht etwa Fashion-Insider oder angehende Modestudentinnen über Trends und Trendverdächtiges, sondern die modebegeisterten Mädchen von  nebenan. 


Was bei Les Mads noch innovativ war und dank einer großen Reichweite, da sie- sponsored by Burda- auch aus allen relevanten internationalen Metropolen berichten können, eine große Leserschaft angezogen hat, wird heute zur Massenware. Die eigene Blog-Adresse gehört fast schon so untrennbar zu den persönlichen Angaben wie die Telefonnummer. 

Ein Qualitätsanspruch wird bei Blogs generell nicht erhoben, denn erlaubt ist, was gefällt. Das birgt dann allenfalls die Gefahr, unschöne Hater-Kommentare zu kassieren, aber so what! Immerhin darf man sich auch weiterhin 'Bloggerin' schimpfen, und mit viel Glück erbloggt man sich eine so große Fangemeinde, dass man in angesagte Blogger-Communities aufgenommen wird, an Blogger-Events teilnehmen darf und- im Olymp angekommen- sogar bei wichtigen Mode-Veranstaltungen als 'Bloggerin' erwähnt und zitiert wird. Vom Schreibtisch in die Front Row- davon träumen wir doch eigentlich alle!

Die 'Zeit' brachte es auf den Punkt:"Modebloggerin zu sein ist für junge Frauen mittlerweile so begehrenswert, wie es in den neunziger Jahren ein Traum war, MTV-Moderatorin zu werden." Nur wie hebt man sich bei der stets lauernden Konkurrenz überhaupt noch ab und schafft etwas ganz Eigenes, Individuelles, das trotzdem noch 'besonders' ist?

Für mich haben sich mittlerweile drei Blogger-Typen herauskristallisiert:

Der Personality-Blog
Natürlich geht es immer darum, die eigene Person mit dem persönlichen Stilempfinden ins Zentrum zu stellen, aber Personality-Blogger gehen noch ein bisschen weiter. Sie drücken ihrem Blog den ganz eigenen, unverwechselbaren Stempel auf, indem sie sich selber inszenieren. Woran man einen Personality-Blog erkennt? Jeder Post wird von einer Vielzahl an Fotos, die die Bloggerin selbst zeigen, begleitet, und durch die reiche Bebilderung erhält der Leser einen guten Einblick in ihr Privatleben. Immer gut: Als Aushängeschild sollte man natürlich entweder möglichst attraktiv und/ oder zumindest semi-prominent sein, einen gehobenen Lifestyle repräsentieren oder ein ganz unverkennbares Alleinstellungsmerkmal besitzen, mit dem man aus der Masse heraussticht.

Beispiel: Chiara Ferragni von The Blonde Salad



Der Trend-Blog
Hier rückt der Urheber fast ganz in den Hintergrund, denn gezeigt werden ausgefallene Street-Styles, Einkaufs-Schnäppchen, oder es wird von spannenden Events berichtet. Auch hier gibt es reichlich Bildmaterial, allerdings hält der Blogger sich in der Regel bedeckt. Und auch die Textpassagen sind häufig sehr reduziert.

Beispiel: Scott Schuman von The Satorialist


Der Girls Next Door-Blog
In diese Kategorie fallen für mich die meisten Blogs. Gezeigt werden Impressionen aus dem persönlichen Leben und Umfeld. Nicht selten gesellen sich zu Outfit-Bildern und der letzten Shopping-Ausbeute auch noch Kochrezepte, 'Facts about me' oder tagebuchähnliche Beiträge. Hier fällt es besonders leicht, sich mit den Bloggerinnen fast schon 'befreundet' oder zumindest bekannt zu fühlen, denn immerhin kennt man ihre Freundinnen und Haustiere, die persönliche Umgebung und das Lieblingsgetränk.

Beispiel:Lea von Bunt♥Leben

Fazit? Gerade als Fashion-Blogger hat man es heutzutage schwer, es sei denn, man findet noch eine unentdeckte Nische, in der sich bisher keiner ausgetobt hat. Wer das Bloggen als unterhaltsamen Zeitvertreib ansieht und dadurch einfach nur mit anderen gleichgesinnten Mode-Freaks in Kontakt kommen möchte, der darf sich entspannt zurücklehnen und muss sich keine weiteren Gedanken machen. Wer allerdings auf den ganz großen Coup wartet, der sollte sein Blog-Projekt ganz strategisch angehen: Was soll mich von anderen unterscheiden? Wie gestalte ich ein Layout mit hohem Wiedererkennungswert, das trotzdem individuell ist? Und welche Zielgruppe möchte ich ansprechen?

Da ich beim Bloggen zu den weniger ambitionierten Kandidaten gehöre, bin ich eigentlich relativ relaxt. Nur manchmal, wenn ich nachts noch am letzten brandaktuellen Posting für den nächten Tag feile, denke ich mir: Bei der ganzen Arbeit- warum bin ich nicht schon längst berühmt? ;-)

Samstag, 21. Januar 2012

About Skinny Bitches

Eine Erkenntnis sollte man möglichst früh im seinem Leben machen, um sich weiteren Ärger zu ersparen: Man kann es niemals jedem Recht machen, also sollte man so leben, dass man zumindest selber damit zufrieden sein kann!

Skinny Bitch Queen: Kate Moss

Jahrelang war ich den wildesten Spekulationen ausgesetzt, weil ich immer nah an der 50 Kilo-Grenze scheiterte, und mit meinen +/- 47 Kilo bergeweise Schokolade, Nudeln und Pizza verdrücken konnte, ohne mich danach im Bad einzuschließen! Und neben besorgten Blicken und dezenten Anspielungen wurden mir nicht zu selten von besorgten Freunden dick belegte Brötchen oder Kakao mit einer Extra-Portion Sahne zugeschoben.

Aber wie man's macht, ist's eben auch oft falsch. Seit kürzester Zeit bin ich im Besitz eines kleinen, vorzeigbaren Kugelbäuchleins, den ich mir auf irgendeine wundersame Art und Weise erarbeitet habe, und statt anerkennendem Lob erntete ich erst mal verstohlene Blicke meines Freundes und den ersten kritischen Kommentar einer Freundin: "Zuviel Süsses gegessen in der letzten Zeit?" Auf meinen entsetzten Blick hin kam dann zumindest noch ein "Steht dir aber gut" hinterher. 

Spontan habe ich mich dazu entschlossen, einfach mal ganz psychologisch korrekt in mir selber nachzuspüren, ob ich mich selber mit meinem kleinen Volumenzuwachs wohl fühle. Und ich muss sagen:  I FEEL GOOD...


Und da ich durch intensive Recherche erfahren habe, dass ich ein 'Bäuchlein-Typ' bin, und 'das kleine Pläutzchen unterhalb des Bauchnabels' durch gezielte bäuchlings durchgeführte Liegestütze kinderleicht beheben kann, steht meinem persönlichen Wohlfühl-Faktor eigentlich nichts mehr im Wege.


Meinen Status als 'Skinny Bitch' kann ich natürlich auch noch zusätzlich mit der eigens dafür entwickelten Ernährungsmethode von den Food-Profis Rory Freedman (ehemaliger Model Scout bei Ford Models) und Kim Barnouin (ehemaliges Model) aufrecht erhalten. Die Message klingt verführerisch: Ausgewogen aber mit viel Genuß und ohne Verzicht essen und dann auch noch abnehmen- da bin ich doch sofort dabei! Die Autorin Rory Freedman macht auch völlig disziplinfreien Menschen wie mir Mut mit Aussagen wie "Wir essen Cookies, Eis, Brot, einfach alles, was lecker ist." Skeptisch macht mich allerdings, dass sie auf eine einsame Insel lediglich Vollkornreis, Samen, Nüsse und Tofu mitnehmen würde.

'Skinny Bitch' Rory Freedman
Da ich persönlich meinen Zucker-Schock lieber guter Lindt-Schokolade als schrumpeligen, getrocknete Datteln verdanke und um die drei Kapitälchen B I O generell eher einen großen Bogen mache, werde ich einfach man abwarten, ob mein bisher sehr zuverlässig arbeitender Stoffwechsel meine kleinen Ernährungssünden auch weiterhin beispielhaft ausbalanciert. Lieber ein kleines Bäuchlein von einem genußvoll verspeisten Sahnepudding mit mir herumtragern, als mit übellauniger Miene im trockenen Salat herumstochern- so lautet meine Devise. 

Und sind die Menschen, die ausstrahlen, dass sie sich mit sich zufrieden sind, nicht eigentlich die Schönsten?

(Bilder: gettyimages.de, amazon.de)

Donnerstag, 12. Januar 2012

Confessions of a Beauty-Victim

Es gibt Dinge, die die Welt nicht braucht. Eigentlich sogar viel zu viele davon. Genau so, wie Männer auf ihr "Auto, Motor und Sport"-Abo, das Akkuschrauber-Set und die Mitgliedschaft im Fußballclub verzichten könnten, könnten auch wir Mädels unser Geld besser investieren, als es für Lifestyle-Magazine, Luxus-Klamotten und Make Up-Produkte zu verpulvern. Klar...

Gerade letzteres Phänomen hat in diesem Monat Anna von Mangoblüte zum Post 'Natural Beauty' inspiriert. Sie startete mit der aufrüttelnden Frage "Sind wir Frauen wirklich das schönere Geschlecht, wenn wir zuerst 1 Kilo Schminke auf unser Gesicht schmieren müssen?" und gestand wenig später: "Früher fühlte ich mich nackt ohne Schminke". Mittlerweile habe sie sich jedoch von dem Zwang, immer wieder neue Beauty-Prudukte zu kaufen (und zu verwenden), befreit und gehe auch schon mal ungeschminkt in die Uni.

Was mich verblüfft hat? Dieser Post hat nicht nur eine wahre Kommentar-Lawine losgetreten, sondern die lieben Leserinnen rechtfertigten das Benutzen von Make Up auch noch überwiegend mit schweren Hautproblemen und unschönen Augenringen, die sie notgedrungen einfach abdecken müssten. 

Also, dann gestehe ich es jetzt mal: Ich liebe es, mich mit kleinen Helferchen jeden Morgen von Neuem in Szene zu setzen- vor allem, wenn die Nacht davor zu kurz, der Wein zuviel oder die Arbeit zu lang war.  Natürlich gibt es Momente, die keines Lippenstiftes bedürfen und derer bin ich mir vollkommen bewußt. Und ja, mein Freund und selbst der Bäcker um die Ecke haben mich auch schon mal ungeschminkt gesehen. Aber generell macht es mir einfach Spaß, meinen täglichen Look mit dem passenden Make Up abzurunden. Immerhin sieht mein 'Kleines Schwarzes' mit rauchigen Smokey Eyes gleich nochmal so gut aus, und auch zu meiner neuen Lieblingsfarbe 'Puder' will meine blasse Haut so gar nicht passen. 



Mit kleinen Handgriffen große Effekte zu erzielen, lautet mein tägliches Credo, und darauf will ich auch gar nicht verzichten. Da mein Freund selbst nur fünf Minuten im Bad braucht, stürzen uns meine weiteren 10-15 Minuten auch nicht in eine handfeste Krise. Und letztendlich geht es doch gar nicht um ein 'zu viel' oder ein 'zu wenig', sondern um Authentizität. Und wer mit sich selbst zufrieden ist, der ist immer authentisch- ob mit rotem Lippenstift oder mit farblosem Labello!

(Bilder: gettyimages.de)

Dienstag, 10. Januar 2012

Das glamouröse Leben einer Parttime-Bloggerin

Die liebe Mirjam von chic und schlau hat mich mit ihrem unterhaltsam geschriebenen Tagesablauf über 'das glamouröse Leben einer Social Media Queen' angespornt, es ihr gleich zu tun. Nicht das meine Alltagsroutine, die sich irgendwo zwischen Home Office und Shopping Exzessen bewegt, besonders außergewöhnlich oder spannend wäre.. 

Aber zumindest ist mir beim selbstreflektiven Abrufen meines 08/15-Tagesverlaufs eines klar geworden: Mir fehlt es entscheidend an Struktur und Disziplin! Und gäbe es nicht schon Rebecca Bloomwood als fiktives Shoppingopfer mit dem Hang zu Luxuslabels, Alltagskatastrophen und chaotischen Verstrickungen, wäre ich wahrscheinlich die perfekte Romanvorlage. 

via amica.de
Eine kleine Info am Rande, liebe Mirjam, ich bin auch keine süssen 16 mehr (dafür sind wir viel reifer und weiser!!) und statt Champagner trinke ich lieber Cola light.

08:45 Kein Wecker klingelt, denn ich verfüge über die berühmte 'innere Uhr', die mich jeden Morgen mindestens eine Stunde zu spät aus meinen wilden Träumen reisst. Ich beschließe, noch ein halbes Stündchen 'dranzuhängen, denn immerhin bin ich mein eigener Boss, und statt eines Großraumbüro's erwartet mich nur mein eigener kleiner Schreibtisch, auf dem immer frische Blumen in Pastelltönen stehen müssen.

via maisonsdumonde.com

09.23 Mist! Der Tag ruft, und ich verpasse ihn. Mißmutig schlurfe ich ins Bad und bin enttäuscht. Das entspannte Ausschlafen hat noch nicht mal dazu geführt, dass ich frisch und rosig aussehe. Eine lange heiße Dusche mit meinem geliebten Vanille-Duschgel stimmt mich aber wieder versöhnlich. Und während andere jetzt bereits ihr zweites Frühstück genießen, setze ich mich erst mal, eingekuschelt in meinen Bademantel und mit einer dampfenden Tasse Tee, vor den PC: Mails checken, Nachrichten schreiben, Blog-News lesen, und Themen für die nächsten Beiträge recherchieren.

09:47 Hunger, und erstes Vormittags-Tief. Ich mache mir schnell ein Brötchen mit Kirschmarmelade.

12:27 Wow! Konzentriert gearbeitet, und nur einmal kurz bei H&M's Online Shop hängen geblieben und auf die Schnelle ein hübsches Kleidchen mit A-Linie und einen nudefarbenen Kurzblazer bestellt. Immerhin ist bald Frühling! Es wird Zeit für einen Milchcafé als Belohnung.


14:00 Ein Anruf meiner Freundin reisst mich aus meinem Arbeitseifer. Lust auf 'nen Kaffee? Na klar! Schnell ins Bad, schminken und nett anziehen (Skinny Jeans, schwarzer Rolli, Jäckchen in Creme mit Goldknöpfen, schwarze Ankle Boots und Mantel). Eigentlich würde dazu auch noch wunderbar die Birkin Bag von Hermès in 'Buttermilk Cream' passen. Kurz wieder an den PC gesetzt, um nach günstigen Alternativen und Replika zu suchen.

via luxury-leather-goods.co.uk

14:52 Ein weiterer Anruf meiner Freundin: "Wo bleibst du?". Mist! Unser Stamm-Café ist zum Glück nur 5 Minuten entfernt. Also Handy, Schlüssel und Lipgloss einpacken, und los geht's.

15:07 Bin gestresst und brauche jetzt erst mal eine Heiße Schokolade als Nervennahrung. Danach folgt herrlicher Mädchentratsch, und ich vergesse ganz, dass ich bis abends noch drei Texte fertig stellen muss... Mindestens! 


17:15 Das wird eine lange Nacht... Getratscht, gelacht, und jetzt musste mich meine Freundin noch dazu überreden, mir bei Zara die hübschen Two Tone Pumps mit Blockabsatz aus dem Sale anzuschauen. NUR SCHAUEN, natürlich! Zum Glück gab es sie nicht mehr in meiner Größe, denn ich habe mich direkt verliebt. Zum Trost gibt's einen Lippenstift von Chanel, und ich fahre halbwegs getröstet wieder nach Hause.

18:36 Mein arbeitssamer Abend wird vorbereitet, und ich bereite mir liebevoll ein paar Häppchen zu. Als Hintergrundkulisse läuft RTL. Und jetzt folgt Teil 2 des üblichen Programms: Mails checken, Nachrichten schreiben, Blog-News lesen, und Themen für die nächsten Beiträge recherchieren- erweitert um die Rubrik 'Beiträge schreiben'.

20:15 Ich komme gut voran und arbeite konzentriert- bin sehr zufrieden. Zappe mich nur mal gerade durch die Kanäle, um das abendliche Fernsehprogramm festzulegen. 'Wer wird Millionär' oder 'Die Wollnys'? Zum Glück fällt mir die Wahl leicht, und ich lasse die 'Thomas Crown Affäre' laufen. 

21:09 Mein Freund ruft an. Ob ich schon gegessen habe? Joooo, aber ein bisschen was würde schon noch 'reinpassen. Er kommt spontan mit einer Pizza vorbei.


22:21 Gegessen, geredet, und wieder mal die Zeit vergessen. Mit viel Mühe kann ich mich davon abhalten, doch noch nach den geliebten Zara Pumps zu googeln und konzentriere mich auf meine Texte.

23:57 Es läuft perfekt- alles fließt- und ich kann mich nur schwer dazu aufraffen, meinen PC zu verlassen, um mir ein Glas Cola light zu holen.

02:13 Ich bin müde, aber zufrieden. Texte fertig, ich auch. Acht-Stunden-Tage können sicherlich auch anders aussehen- am Stück beispielsweise- aber so gefällt's mir irgendwie besser. Was wäre mein Leben ohne mein kreatives Chaos?? Ein langer, ruhiger Fluss...

*Leider verfüge ich derzeit über keine Kamera. Beweisendes Bildmaterial wird aber gern nachgereicht!