Sonntag, 11. März 2012

Stylingberatung mit Astrid Rudolph bei Carol Lines


Stylingberatung? Brauche ich nicht! Zumindest dachte ich das, als ich mich auf den Weg zum Vortrag "Farbe, Form, Stil und Image" in meiner liebsten Bonner Boutique 'Carol Lines' machte. Aber zuhören konnte man ja trotzdem mal, was die Referentin Astrid Rudolph, die aus dem Fernsehen bekannte Stylistin, Make-Up Expertin und Imageberaterin ('Schick & schön') zu dem Thema zu verkünden hatte, dachte ich mir. Meine Schreckensvision: Alle bekommen in geselliger Runde nach einer kurzen Einteilung in Frühlings-, Sommer,- Herbst- und Winter-Typen bunte Tücher vorgehalten und erfahren, dass ihre absolute Lieblingsfarbe leider so gar nicht in das typgerechte farbliche Harmonie-Schema passt.

Angenehmerweise hegte Frau Rudolph offenbar eine ebenso große Abneigung gegen diese banale Jahreszeiten-Typisierung wie ich und nahm eine viel ausgeklügeltere Einteilung vor, die sich nach der Haarfarbe, dem Hautton und der Augenfarbe richtet. Bei der sogenannten 9-er Typologie nach Beatrix Isabel Lied gibt es insgesamt neun Farb- und Mischtypen und dementsprechend auch die passenden Farbpaletten. Über meinen Typ 'Dunkel-Warm-Kalt' habe ich gelernt, dass mir beispielsweise sowohl Silber- als auch Goldschmuck steht (das war bisher ein ungelöstes Rätsel, welches mich bei der täglichen Schmuckauswahl immer wieder zur Verzweiflung getrieben hat) und dass ein dunkles Aubergine oder Schwarzbraun meinen Typ besser unterstreicht, als beispielsweise ein helles Grau.

'Carol Lines'-Inhaberin Caroline Schäfer, Stylistin Astrid Rudolph

Auch mit weiteren modischen Voruteilen räumte die 45-jährige Bonnerin, die in ihrer 'Fashion Style Academy' auch verschiedene Ausbildungen im Stylingbereich anbietet, auf. Querstreifen machen dick, und Längsstreifen schlank? Das trifft leider nicht immer zu. Was wir aber wahrscheinlich schon alle geahnt haben, wurde noch einmal bestätigt: Helle, glänzende und leuchtende Farben heben hervor, während dunkle, matte Töne zurücktreten lassen. Folglich sollte die kräftigste Stelle am Körper auch mit den dunkelsten Tönen kaschiert werden. Es sei denn, irgendjemand ist stolz auf seine Reiterhosen, und möchte sie gern mit einem freundlichen Muster-Mix noch extra betonen? Eben!

Zum Abschluss gab es dann noch eine gute Nachricht: Die meisten Fehler machen Frauen nicht bei der farblichen Auswahl ihrer Kleidung, sondern bei der Schnittführung, dem Make-Up und der Haarfarbe. Also lieber in einen professionellen Haarschnitt + Farbe investieren, als den ganzen Kleiderschrank zu entrümpeln, weil sich die Lieblingsfarbe 'Türkis' vielleicht nicht so hundertprozentig harmonisch in das passende Farbschema einfügt.

Im Anschluss durfte natürlich noch die neue Kollektion der Bonner Modedesignerin und Boutique-Inhaberin Caroline Schäfer bestaunt werden und ich war mal wieder ganz hingerissen von den hübschen Bouclé-Jäckchen in zarten Sorbetfarben und vielen Einzelstücken in meiner Lieblingsfarbe Rosa.





1 Kommentar:

  1. Das Thema finde ich total super seit es mich letzten Sommer in seinen Bann gezogen hat. Ich habe 2 Bücher über 'Color me Beautiful' gelesen und war begeistert allerdings möchte man ja trotzdem nicht auf seine bunten Lieblingsteile verzichten. Ein bisschen achte ich aber mittlerweile doch darauf, wenn ich mir neue Sachen kaufe, zumindest bei Oberteilen, da sich diese soz. auf das gesicht 'reflektieren' und somit viel wichtiger sind als die unterteile von den farben her gesehen. Schöner Post!
    Hast du dein Paket eigentlich schon abgeschickt, denn bei mir ist noch nix angekommen und ich bin mir nicht sicher ob da vllt was schiefgegangen ist...man weiß ja nie.
    Liebste Grüße, deine Nini

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